Vom 07.04. bis zum 08.04.2016 durften wir, die Klasse 10.3 des Max-Delbrück-Gymnasiums, die Gedenkstätte Hohenschönhausen besuchen und an einem dort vorher noch nie durchgeführten Projekt teilnehmen. Wir haben die Geschichte rund um das ehemalige Stasi-Gefängnis erfahren und unsere Eindrücke mal auf eine andere Art, nämlich künstlerisch, verarbeitet und ausgelebt.

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Unsere Geschichtslehrerin Frau Graf hatte dieses Projekt mitorganisiert und uns schon im Vorhinein über die Vorgänge in der Gedenkstätte informiert. Deswegen begann am ersten Projekttag nach einer kurzen Begrüßung und Einleitung von Karsten Harfst um 10.00 Uhr eine Führung durch die Anlage von dem Zeitzeugen Herr Richter. Er erzählte uns, während wir in anderthalb Stunden das sogenannte U-Boot, den Neubau und die Gummizellen besichtigten, Geschichten und Eindrücke aus seiner Zeit im Gefängnis. Im Anschluss gab es eine Fragerunde und nach einer Mittagspause ging es schließlich um 12.00 Uhr mit dem künstlerischen Projekt los. Wir sollten über unsere gewonnen Eindrücke nachdenken und sie ganz auf künstlerische Weise ausleben und nicht nur Zahlen oder Fakten wiederholen. Dabei half uns Zeitzeuge und Künstler Gino Kuhn, der selbst einige Zeit im Stasi-Gefängnis verbrachte. Unsere Klasse konnte mit Kohle und Aquarell- oder Acrylfarben beliebige Motive malen und zeichnen. Acht Schüler konnten sogar mit Ton arbeiten. Um 14.30 Uhr wurden wir dann entlassen. Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder um 9.20 Uhr an der Gedenkstätte. Zuerst besuchten wir die interessante Ausstellung und konnten somit noch mehr über die damalige Zeit erfahren und weitere Ideen entwickeln. Nach der Mittagspause sollten wir erneut unseren Gedanken und Eindrücken freien Lauf lassen. Wenn wir neue Inspirationen brauchten, konnten wir uns stets am die Mitarbeiter wenden und durften dann Teile des Gefängnisses oder die Ausstellung nochmals besuchen. Gegen 13.30 Uhr hatten alle ihre Kunstwerke beendet und es gab eine kleine Ausstellung mit allen Bildern und Tonkunstwerken im Überblick. Unserer Klasse hat es gut gefallen, mal etwas anderes zu machen und auch wenn nicht jeder der beste Künstler ist, gaben sich alle Mühe und es sind interessante und auf ihre Weise inspirierende Werke entstanden. Wir sind froh, dass wir an diesem Projekt teilnehmen durften und hatten sehr viel Spaß.

 

Greta Pagels

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